AtmoSphere - Stefan Schelle

Der Niederläder Michel van Osenbruggen ist im vergangenen Jahr mit seinem Album 'AeroDynamics' ein erstaunliches Debut geglükt, dass durch einen tollen Sound, gespickt mit zahlreichen Effekten sowie mit sehr eingängigen und schönen Melodien aufwarten konnte. Im Herbst 2008 legt er mit dem Album 'AtmoSphere' sein zweites Werk nach, das in die Futapfen des Vorggers tritt. Bei der Musik hat sich Michel von den Schichten der Atmosphäre unseres Heimatplaneten sowie den unterschiedlichen Wolkenformationen und Wetterphomenen inspirieren lassen. Ein Dutzend Soundscapes mit Laufzeiten bis maximal knapp über sieben Minuten Länge bietet die CD. Dem Thema entsprechend finden sich Titel wie 'Stratosphere', 'Stratocumulus' oder 'Exosphere' auf der CD wieder.

Der Operner 'Troposphere' beginnt mit einem Rattern und elektronisch erzeugtem Windrauschen. Auch hat man das Gefühl ein Windspiel zu hören, das ebenfalls elektronisch erzeugt ist. Neben diesen elektronischen Effekten hat Michel aber auch Samples von selbst aufgenommenen Geräuschen mit in seine Musik integriert. 'Cumulonimbus' hat durch den Einsatz eines Schlagzeugsounds, der recht gut klingt, da er den Eindruck erweckt, es wde ein analoges Schlagzeug gespielt, einen gewissen Songcharakter, der nach einer Band klingt. Bei 'Startosphere', wird eine sehr eingängige Melodie aus der kurz mal ein Bondmotiv hervorzustechen scheint, leider durch zu viele Sounds konterkariert. Das folgende 'Stratocumulus' nimmt den Hörer mit auf die Reise in luftige Höhen. Der Track gefällt mir recht gut. Auch das folgende 'Atocumulus', das den Sound von Synth.nl mit Elementen der 'Berliner Schule' und modernen Klängen verbindet geht sehr gut ins Ohr. Bei 'Atmosphere' kommt eine sehr schöne Perkussion zum Einsatz, die einen arabischen Hauch in die Musik bringt. Und mit 'Nimbostratus' hat er ein faszinierendes Stück auf der CD, das ein Flair von Jean Michel Jarre verbreitet. Tolles Stük. In den Stüken scheint immer eine gewisse Leichtigkeit und Luftigkeit vorzuherrschen. Man hat ständig das Gefühl, als wden irgendwelche Windste um einen herum wehen. Dazu kommen die eingängigen Melodieben und glasklaren Sounds aus Michels Synthies. Mit dem zweiten Werk 'AtmoSphere' ist Synth.nl ein ansprechendes Album gelungen, das meines Erachtens aber nicht ganz den Standard, den er bei seinem Debüt gelegt hat, halten konnte.

 

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